Nominierungen 2025

Der Deutsche Kurzfilmpreis ist die höchstdotierte Auszeichnung für den Kurzfilm in Deutschland. Die Nominierung ist bereits mit einer Prämie von 15.000 Euro verbunden, die im Fall der Auszeichnung auf das Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro angerechnet wird. Für den Sonderpreis gibt es 20.000 Euro. Die Prämien sind jeweils für die Herstellung oder Entwicklung eines neuen Films mit künstlerischem Rang zu verwenden.

Für den Deutschen Kurzfilmpreis 2025 sind folgende Filme nominiert:

  • „Mother is a natural sinner“

    Herstellung: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin
    Federführung Produktion: Max Feldkamp
    Regie: Hoda Taheri, Boris Hadžija
    Drehbuch: Hoda Taheri, Boris Hadžija
    Laufzeit: 15 Minuten

    Aufgrund einer unerwarteten Schwangerschaft beginnt Hoda, gängige Vorstellungen über Geschlechterrollen in einer Beziehung zu überprüfen.

    „Spätsommer 91“

    Herstellung: Olaf Held
    Federführung Produktion: Olaf Held
    Regie: Olaf Held
    Drehbuch: Olaf Held
    Laufzeit: 3 Minuten

    Found Footage. September 1991, eine Geburtstagsfeier im Erzgebirge. Alles läuft wie üblich, bis plötzlich das Salz ausgeht.

    „Uncanny Home“

    Herstellung: Eric Bitencourt
    Federführung Produktion: Eric Bitencourt, Tetyana Gryniva
    Regie: Eric Bitencourt
    Drehbuch: Eric Bitencourt
    Laufzeit: 12 Minuten

    Zwei befreundete Personen begeben sich eines Nachts mit ihren neuen VR-Brillen nach Brasilien, an den Ort einer Kindheit. In der virtuellen Welt teilen sie sich einen Körper, doch es ist die physische Anwesenheit, die es ermöglicht, alte Traumata noch einmal zu durchleben – und sie zu teilen.

  • „AT HOME I FEEL LIKE LEAVING“

    Herstellung: Filmakademie Baden-Württemberg
    Koproduktion: SWR
    Federführung Produktion: Fabian Leonhardt, Lena Zechner
    Regie: Simon Maria Kubiena
    Drehbuch: Simon Maria Kubiena, Nicola Jakobi
    Laufzeit: 20 Minuten

    Eine junge Frau kehrt zurück in ihr abgelegenes Heimatdorf, nachdem ihr Vater im Wald verschwunden war. Hin- und hergerissen zwischen der Verantwortung für den infantilen Mann und ihrer Sehnsucht nach Nähe und Unbeschwertheit treibt sie durch den Tag.

    „Icebergs“

    Herstellung: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin
    Federführung Produktion: Angst & Drang Film, Carlotta Cornehl, Clara Puhlmann
    Regie: Carlos Pereira
    Drehbuch: Carlos Pereira
    Laufzeit: 20 Minuten

    Eines Nachts, in der Dunkelheit einer betäubten Stadt, wird Theo mit seiner eigenen Zerbrechlichkeit konfrontiert. Auf der Suche nach Nähe fährt er aufs Land, um Ida zu sehen.

    „Majini“

    Herstellung: Filmakademie Baden-Württemberg
    Federführung Produktion: Leon Harms, Franziska Unger, Fabienne Sailer
    Regie: Joshua Neubert, Victor Muhagachi
    Drehbuch: Joshua Neubert
    Laufzeit: 19 Minuten

    Als sein Vater erkrankt, muss ein Junge, der Angst vor tiefem Wasser hat, mit seinem älteren Bruder aufs Meer hinausfahren, um Fische zu fangen. Dabei kämpft er mit dem Druck, der auf ihm als junger Mann lastet.

  • „Detlev“

    Herstellung: Filmakademie Baden-Württemberg
    Federführung Produktion: Saskia Stirn, Ferdinand Ehrhardt
    Regie: Ferdinand Ehrhardt
    Drehbuch: Ferdinand Ehrhardt
    Laufzeit: 13 Minuten

    Ein immerzu frierender Mittvierziger fährt jeden Abend zu einer einsamen Tankstelle und bestellt sich ein mikrowellenwarmes Hawaii Toast. Diesem gibt sich Detlev in einem bizarren Ritual hin, denn es ist das Einzige, was ihm Wärme schenkt. Als er jedoch eines Nachts von einem Fremden dabei beobachtet wird, beginnt seine Welt auseinanderzubrechen.

    „Mama Micra“ 

    Herstellung: Fabian Driehorst
    Federführung Produktion: Fabian Driehorst
    Regie: Rebecca Blöcher
    Drehbuch: Rebecca Blöcher
    Laufzeit: 24 Minuten

    Meine Mutter lebte über 10 Jahre lang in ihrem kleinen Auto, bis sie nicht mehr laufen konnte und das Auto gleich danach den Geist aufgab.

  • „Die ganze Nacht“

    Herstellung: Alejo Franzetti
    Federführung Produktion: Alejo Franzetti
    Regie: Alejo Franzetti
    Drehbuch: Alejo Franzetti
    Laufzeit: 15 Minuten

    Es ist Montagmorgen in Berlin und Rachelle ist auf dem Weg nach Hause. Issaka, tausende von Kilometern entfernt, schreibt ihr eine Nachricht von seinem Zuhause, in Ouagadougou. Sobald Rachelle ankommt, wird sie mit einer ihrer eigenartigen Nachrichten antworten, die ihre lange Nacht wachruft. Ein Nocturne, eine Raumaneignung durch Sprache.

    „Pain that comes in waves“

    Herstellung: Irem Schwarz
    Federführung Produktion: Irem Schwarz
    Regie: Irem Schwarz
    Drehbuch: Irem Schwarz
    Laufzeit: 18 Minuten

    Bin ich Gott? Natur kennt keine Moral, der Schmerz kommt in Wellen.

  • „How to be Pehuén Pedre“

    Herstellung: Manuel Abramovich
    Koproduktion: Juan Pablo Labonia
    Federführung Produktion: Manuel Abramovich
    Regie: Federico Luis
    Drehbuch: Federico Luis, Pehuén Pedre
    Laufzeit: 22 Minuten

    Pehuén Pedre bildet zwei Schauspieler für die Prüfung im Standesamt aus, bei der sie die Möglichkeit haben werden, ihren eigenen Behindertenausweis zu erhalten.

    „rückblickend betrachtet“

    Herstellung: Daniel Asadi Faezi
    Koproduktion: Mila Zhluktenko
    Federführung Produktion: Daniel Asadi Faezi
    Regie: Daniel Asadi Faezi, Mila Zhluktenko
    Drehbuch: Daniel Asadi Faezi, Mila Zhluktenko
    Laufzeit: 15 Minuten

    Arbeitsmigrantinnen und -migranten bauen ein Einkaufszentrum für die Olympischen Spiele 1972 in München. Im Jahr 2016 wird derselbe Ort zum Schauplatz eines rassistischen Anschlags. „Und jetzt dieser Hass“, stellt eine Frau in Sohrab Shahid Saless' Film „Empfänger Unbekannt“ (1983) fest.

  • Die Auszeichnung für den besten mittellangen Film von mehr als 30 Minuten bis 78 Minuten Laufzeit erhält der Film „Garnelius“ der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (Herstellung) von Julia Ketelhut (Regie, Drehbuch), Melvyn Zeyns (Federführung Produktion) und Jonas Nemela (Federführung Produktion). Weitere Nominierungen sind für diese Kategorie nicht vorgesehen.

    2007: Karl fühlt die Abwesenheit väterlicher Zuwendung am schmerzlichsten beim Blick auf seinen kleinen Bruder David, der nicht mehr zuhause wohnen kann. Nach Vater Werners hitziger Geburtstagsfeier geschieht etwas Unerwartetes: Karl legt ein Ei.
     

Die Spielfilm-Jury hat ihre Shortlist aus 98 eingereichten Filmen ausgewählt. Die Jury für die Kategorien Animations-, Experimental-, Dokumentarfilm sowie Preis für den besten mittellangen Film (30 bis 78 Minuten) hat ihre Auswahl aus insgesamt 132 Einreichungen getroffen.
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